Verheerende Sturzflut in Nepal und Tibet
Am Morgen des 26. August 2026 verursachte eine gewaltige Sturzflut in Nepal und Tibet weitreichende Verwüstungen. Sie entstand an der Nordflanke des Langtang Lirung (7.227 m). In einer Höhe von rund 5.200 Metern stürzten Fels- und Eismassen mehr als 1.300 Meter den Hang hinunter. Die enorme kinetische Energie des Aufpralls führte dazu, dass das Gletschereis augenblicklich in flüssige Form überging. Unvorstellbare Wassermengen entwickelten sich auf dem steilen Gelände rasch zu einer verheerenden Sturzflut. Zahlreiche Dörfer entlang des Flusslaufs wurden teilweise oder vollständig zerstört.
Das Video zeigt den Verlauf der Sturzflut über eine Strecke von 100 km, vom Gletscherabbruch am Langtang Lirung bis nach Galchhi, das auf 450 Metern über dem Meeresspiegel in der hügeligen Landschaft Nepals liegt
RealityMaps hat ein Geodatenportal mit einer hochauflösenden 3D-Karte für Nepal entwickelt, das zur frühzeitigen Erkennung von Naturgefahren beitragen soll. In Zusammenarbeit mit Remote Sensing Solutions wurde ein KI-gestützter Frühwarnservice eingerichtet, der klimabedingte Naturgefahren wie Erdrutsche, Gletscherkalbungen und Veränderungen bei Gletscherseen mithilfe von Satellitendaten kontinuierlich überwacht.
Aktuelle Bilder von Maxar, Planet und dem Satelliten Sentinel-2 (ESA), die kurz vor und nach dem Ereignis aufgenommen wurden, dokumentieren das volle Ausmaß der Katastrophe: Zahlreiche Siedlungen entlang der Flussläufe wurden teilweise oder vollständig zerstört. Der Fluss schwoll dramatisch an und erreichte Pegelstände von bis zu 70 Metern über der normalen Uferhöhe, wie direkt aus der 3D-Karte abgelesen werden kann. Die tobende Flutwelle fegte mit unvorstellbarer Wucht durch das Tal und riss zahlreiche Häuser und Straßen einfach mit sich.
Mehr über die Katastrophe und eine interaktive 3D-Karte: Mount Everest 3D
Dieses Geoportal wurde mit Unterstützung des Programms „Business Applications and Space Solutions“ (Maps4SafeTravel) der ESA – European Space Agency – entwickelt. Es basiert auf CesiumJS für nahtloses, leistungsstarkes Geodaten-Streaming.




