Pioniergeist trifft Atmosphärenforschung: Das Mount Everest 3D-Projekt
Seit den Anfängen der Luftfahrt galt ein Segelflug über den höchsten Berg der Welt als unvorstellbar. 2014 wurde diese Unmöglichkeit wahr. Das Team des von Rene Heise und Klaus Ohlmann im Jahr 1998 initiierten Mountain Wave Project (MWP) realisierte diese Vision. Sie flogen mit einem Motorsegler in über 9.000 Metern Höhe über den Himalaya.
- Die Mission: Erforschung extremer Gebirgswellen, Turbulenzen und Schadstoffausbreitung in der Atmosphäre.
- Die Technologie: Als Forschungsplattform diente die Stemme S10 VT – ein aerodynamisch optimierter Motorsegler mit exzellenter Gleitleistung. Er ermöglicht Eigenstarts von einfachen Gebirgsflugplätzen und liefert gleichzeitig genug Energie für Kamerasysteme und Sensorik.
- Das Kamerasystem: Das vom DLR entwickelte photogrammetrische MACS-Kamerasystem war speziell dafür ausgelegt, extreme Höhen, steile Berghänge und starke Helligkeitskontraste hochauflösend zu erfassen.
- Das Ergebnis: Gestochen scharfe Aufnahmen des Khumbu-Gletschers mit einer Bodenauflösung von 20 cm pro Pixel.
- Der Mehrwert: Ein Datensatz für die Klimaforschung, Gletschermonitoring und Search-and-Rescue-Einsätze.
Dank der Zusammenarbeit von MWP, DLR Institut für Weltraumforschung, ESRI und RealityMaps entstand eines der präzisesten, fotorealistischen 3D-Modelle des Mount Everest. Ein perfektes Zusammenspiel aus Luftsport, Ingenieurkunst und Wissenschaft.
Hier geht es direkt zur interaktiven 3D-Karte des Mount Everest: https://og.realitymaps.de/everest-making-of
Die 3D-Karte wird über nahtloses, leistungsstarkes Geodaten-Streaming bereitgestellt.





